Was hat Würde mit Selbstbestimmung zu tun?

Selbstbestimmung & Würde? Schon seit einiger Zeit frage ich mich, was an der Formulierung „in Würde Altern“ nicht stimmt. Diese Formulierung ist genauso hohl wie diskriminierend. Warum nicht gleich „in Würde leben“?

Wenn alte oder Pflegebedürftige Menschen zum Trinken gezwungen werden, weil man nun einmal genug trinken muss, ist das gegen die Selbstbestimmung des Menschen gerichtet und entsprechend würdelos.

Das Alter und die damit verbundenen Erwartungen sind von Weissagungen geprägt, die man allenfalls Spekulationen nennen könnte. Warum? Sie stammen von Menschen, die diese Altersphase noch nicht erreicht haben und de facto nicht mitreden können.

Deshalb plädiere ich für eine „Emanzipation des Alters“. Emazipation beinhaltet immer, sich von Fremdbestimmung zu befreien. Und das wird mit zunehmendem Alter so wichtig, wie kaum vorher, denn die Bevormundung nimmt unter dem Deckmantel der Fürsorge zu. Sie nimmt erdrückend zu.

Wer sich von Bevormundung  nicht beginnt rechtzeitig zu emanzipieren, gerät in einen würdelosen Teufelskreis.

Selbstbestimmung ist ein Naturrecht, das seinen Preis hat: Selbstverantwortung.

Selbstbestimmung heißt eben auch, Verzicht auf Rundumversorgung.

Ach je!

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